Region

Großbatteriespeicher in Ostdeutschland: Warum die 50Hertz-Zone boomt

Stand: 17. Juli 2026 · von Marcus Gallwitz

Kurz gesagt: Ostdeutschland ist der heißeste Batteriespeicher-Markt Deutschlands, und das hat physikalische Gründe. Die 50Hertz-Zone erzeugt mehr Wind- und Solarstrom, als die Leitungen nach Westen und Süden in Spitzenstunden abtransportieren können. 2025 kam es deshalb in größerem Umfang zu Ost-West-Lastflüssen. Der Markt hat reagiert: Allein im Übertragungsnetz haben rund 25 Großspeicher mit etwa 11 Gigawatt eine Anschlusszusage bis Ende 2029 bekommen. Jedes dieser Projekte braucht ein Grundstück, vielleicht Ihres.

Das Problem: Strom am falschen Ort zur falschen Zeit

Die ostdeutschen Länder sind bei der Energiewende schneller vorangekommen als der Rest der Republik. Windparks stehen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und MV, Solarparks auf den weiten, oft ertragsschwachen Flächen zwischen Rhön und Ostsee. Das führt zu einer paradoxen Lage. An sonnigen und windigen Tagen produziert die Region weit mehr Strom, als sie selbst verbraucht, und auch mehr, als das Netz wegtransportieren kann.

Man sieht das an der Abregelung. Bundesweit wurden 2025 rund 2,7 Milliarden Kilowattstunden Solarstrom abgeregelt, etwa 94 Prozent mehr als 2024 (Bundesnetzagentur). Rund ein Drittel der EE-Redispatch-Maßnahmen ging inzwischen auf Engpässe im Verteilnetz zurück.

Beim Redispatch mussten die Netzbetreiber 2025 insgesamt 15.549 Gigawattstunden Erzeugung herunterregeln, 7 Prozent mehr als 2024. Rund 60 Prozent davon kamen aus erneuerbaren Energien (Bundesnetzagentur, Netzengpassmanagement 2025). Jede dieser Kilowattstunden ist verschenkte Energie und verschenktes Geld.

Wie der Gesetzgeber darauf reagieren will, steht im Ratgeber zum Redispatch-Vorbehalt.

Gleichzeitig gab es 2025 über 200 längere Zeitabschnitte, in denen die Erneuerbaren kaum etwas lieferten. Das System braucht also Puffer für zu viel und für zu wenig Strom.

Zwischen diesen beiden Extremen verdienen Batteriespeicher ihr Geld. Sie laden billig, wenn zu viel Strom da ist, und verkaufen, wenn er fehlt. Das klappt umso besser, je näher der Speicher an den Orten sitzt, wo der Strom erzeugt wird. Und das ist der Osten.

Die Antwort des Marktes: der 11-Gigawatt-Schub

Wie ernst es der Branche ist, zeigt die Anschluss-Statistik des Übertragungsnetzbetreibers. Er hat Zusagen für rund 25 Großbatteriespeicher mit etwa 11 Gigawatt Leistung bis Ende 2029 erteilt. Auf der Warteliste stehen weitere rund 150 Anträge mit zusammen etwa 63 Gigawatt, für die es vor 2030 keine Perspektive gibt. Zum Vergleich: 11 Gigawatt entsprechen etwa elf großen Kraftwerksblöcken mit je einem Gigawatt.

Hinter jeder dieser Zusagen steht ein Projekt, das gerade entwickelt wird. Dazu gehören eine Genehmigung, je nach Standort ein Bebauungsplan und vor allem ein Grundstück in Netznähe. Parallel laufen im Verteilnetz, also in der Mittelspannung, hunderte kleinere Projekte. Deshalb reicht die Nachfrage von der 2-Hektar-Fläche am Umspannwerk bis zum halben Hektar an der Mittelspannungsleitung.

Wo die Chancen liegen: die Länder im Überblick

LandSpeicher-Story
ThüringenTransitland der Nord-Süd-Achsen, TEN-Verteilnetz, wachsender Solar-Zubau
SachsenNetzknoten der Braunkohle-Reviere, Strukturwandel setzt Kapazität frei
BrandenburgLausitzer Kraftwerksstandorte, einige der größten Solarparks Deutschlands, Co-Location
Sachsen-AnhaltLeuchtturm-Projekte in Förderstedt und Klostermansfeld, SuedOstLink-Knoten
Mecklenburg-VorpommernSpeicher-Pionier Schwerin, Speicher gelten in der Landesplanung als Positivkriterium

Für Thüringen gibt es einen eigenen Ratgeber: Batteriespeicher-Standort Thüringen. Die anderen vier Länder beschreiben wir weiter unten, jeweils mit Netzbetreibern und Beispielprojekten.

Ein Sonderfall mit viel Potenzial sind die ehemaligen Kraftwerks- und Industriestandorte der Reviere. Dort liegt die Netzinfrastruktur ganzer Kraftwerksblöcke, die mit dem Kohleausstieg nach und nach frei wird. Warum diese Standorte Goldgruben sind, lesen Sie hier.

In Sachsen-Anhalt stehen die großen Speicherbaustellen

Kein anderes Bundesland liefert gerade so viele Speicher-Schlagzeilen. In Förderstedt im Salzlandkreis baut Eco Stor seit dem 4. November 2025 einen Batteriespeicher mit 300 MW Leistung und mehr als 700 MWh Kapazität. Die Anlage entsteht direkt neben einem Umspannwerk von 50Hertz. Rund 300 vorgefertigte Batteriesysteme werden angeliefert und montiert, die ersten 100 MW sollen noch 2026 in Betrieb gehen.

In Klostermansfeld im Landkreis Mansfeld-Südharz fiel im Juli 2026 der Spatenstich für ein noch größeres Vorhaben: geplant sind 1.000 MW Leistung und bis zu 5.700 MWh Speicherkapazität, Inbetriebnahme 2028. Nach Angaben des Entwicklers ist es das größte derzeit im Bau befindliche Batteriespeicher-Projekt Deutschlands. Den Standort hat er nach eigenen Angaben bewusst an einen zentralen Netzknoten der künftigen SuedOstLink-Trasse gelegt, die Windstrom aus dem Norden und Osten nach Süddeutschland bringen soll. Die Konverter- und Knotenpunkte solcher Trassen sind genau die Orte, an denen Speicher besonders viel bewirken.

Beide Projekte zeigen, wo der Wert einer Speicherfläche entsteht: am Netz. Außerhalb dieser zwei Standorte lohnt der Blick auf die Umspannwerke in Salzlandkreis und Börde, die Windregion Altmark mit ihren großen Flächen, das Kraftwerks-Erbe im Süden des Mitteldeutschen Reviers und die Industrieachsen an Elbe und Saale. Im Verteilnetz sind vor allem Avacon und MITNETZ STROM zuständig. Mehr zum Land insgesamt: Fläche verpachten in Sachsen-Anhalt.

Sachsen hat zwei Reviere mit Netzknoten in Kraftwerksgröße

Mit dem Lausitzer Revier im Osten und dem Mitteldeutschen Revier im Nordwesten hat Sachsen zwei Regionen, deren Netz für Kraftwerksblöcke gebaut wurde. Der Kohleausstieg setzt diese Anschlusskapazität schrittweise frei. Gute Karten haben Flächen um Görlitz und Bautzen, im Raum Leipzig und Nordsachsen mit seinem Gewerbe- und Logistikband sowie Gewerbegebiete mit Mittelspannung um Dresden und Chemnitz. Der Acker neben dem ländlichen Umspannwerk bleibt überall im Freistaat ein Kandidat.

Dazu baut Sachsen Solar kräftig aus. Der frühere Landesdeckel ist Geschichte, die Förderkulisse offen. Jeder neue Solarpark verschärft die Mittagsspitzen im Netz, und mit diesen Spitzen verdient der Speicher sein Geld. Das Verteilnetz betreiben regional vor allem SachsenNetze und MITNETZ STROM. Mehr zum Land: Fläche verpachten in Sachsen.

Bei Speichern hängt nach unserer Erfahrung fast alles an der Netzvoranfrage. Mit ihr wird beim Netzbetreiber geklärt, ob an einem Punkt überhaupt angeschlossen werden kann. Bei uns laufen Anfragen, auf die seit anderthalb Jahren keine Antwort gekommen ist. Solange sie fehlt, lohnt sich kein weiterer Schritt. Steht die Zusage, braucht es meist noch eine Vegetationsperiode für die Umweltgutachten, weil die Erfassungen an die Jahreszeiten gebunden sind. In ausgewiesenen Gewerbegebieten entfällt dieser Teil oft, und das Verfahren wird spürbar kürzer.

Brandenburgs Solarparks sind Andockpunkte für Speicher

In der Lausitz ging schon 2020 einer der ersten deutschen Großbatteriespeicher in Betrieb, am Standort Schwarze Pumpe. Die Kraftwerksstandorte des Reviers um Cottbus, Spree-Neiße und Oberspreewald wurden für Blöcke im Gigawatt-Maßstab erschlossen, und mit dem Kohleausstieg wird diese Kapazität frei.

Der zweite Markt sind die Solarparks. Brandenburg hat einige der größten Freiflächenanlagen Deutschlands, und jeder dieser Parks hat einen Netzanschluss. Teilen sich Speicher und Park diesen Anschluss, spricht man von Co-Location. Der Speicher puffert den Mittagsstrom des Parks und verkauft ihn abends. Liegt Ihre Fläche neben einem bestehenden Solar- oder Windpark, sagen Sie uns das unbedingt. Wie sich Speicher und Solarpark grundsätzlich vergleichen, steht in einem eigenen Ratgeber.

Weitere Suchräume sind die Windregionen Prignitz und Uckermark, wo viel abgeregelt wird, und die Gewerbegebiete im Berliner Umland. Im Verteilnetz sind vor allem E.DIS und MITNETZ STROM zuständig. Der Brandenburger Solar-Euro, die verpflichtende Abgabe an Standortgemeinden, gilt nur für Freiflächen-Solaranlagen, nicht für Speicher. Er zeigt aber, dass die Gemeinden im Land Energieprojekte gewohnt sind. Mehr zum Land: Fläche verpachten in Brandenburg.

Wie weit eine Speicherfläche vom Umspannwerk entfernt liegen darf, hat sich in unseren Projekten deutlich verschoben. Die ersten lagen 400 Meter entfernt, spätere 800 Meter. Inzwischen gehen Investoren bis 2 Kilometer mit. Auf der Intersolar 2026 wollte ein Betreiber sogar eine Fläche in 5 Kilometern Entfernung prüfen. Eine feste Grenze gibt es also nicht. Es entscheidet die Rechnung des Betreibers: Wie groß ist die Fläche, wie viel Leistung lässt das Netz zu, und wie viel Risiko will er tragen?

Mecklenburg-Vorpommern hat den Großspeicher früh erprobt

Während anderswo noch diskutiert wurde, hat die WEMAG in Schwerin gebaut. Ihr Speicher gehörte zu den ersten kommerziellen Großspeichern Deutschlands, nach einer Erweiterung um einen zweiten Block hat er 15 MWh nutzbare Kapazität und stellt Primärregelleistung bereit. Bekannt wurde er durch einen Test: Zusammen mit einem Gasturbinenwerk und mehreren Umspannwerken spielte die WEMAG den Schwarzstart durch, also den Wiederaufbau eines abgeschalteten Netzes. Der Test gelang. Für Sie heißt das, dass Netzbetreiber und Behörden im Land Speicherprojekte kennen.

MV speist weit mehr Erneuerbaren-Strom ein, als es verbraucht. Neben den Windparks an Land kommt über die Ostsee-Anbindungen der Offshore-Strom an, und die Umspannpunkte dort gehören zu den stärksten im Nordosten. Außerdem zählt ein Speicher in der Landeskulisse für Freiflächen-Solar auf Acker- und Grünland als Positivkriterium. Das Solar-Kontingent wurde 2026 auf 10.000 Hektar verdoppelt. Es entstehen also mehr Parks, und jeder ist ein möglicher Co-Location-Punkt. Wer eine große Fläche anbietet, sollte Solar und Speicher deshalb zusammen denken.

Mehrere Unternehmen entwickeln derzeit Speicher im Land, etwa an der Mecklenburgischen Seenplatte. Interessant sind Westmecklenburg rund um Schwerin, das Umland der Ostsee-Anlandepunkte und Vorpommern mit seinen großen zusammenhängenden Flächen. Im Verteilnetz sind vor allem E.DIS und WEMAG zuständig. Mehr zum Land: Fläche verpachten in Mecklenburg-Vorpommern.

Aus unserer Praxis: der Run ist seit anderthalb Jahren spürbar

In den Anfragen merken wir den Speicherboom seit etwa anderthalb Jahren deutlich. Auffällig ist, wer da anruft: Neben Projektierern melden sich viele Vermittler, die weder die Gemeinden noch die Landwirtschaft kennen und vor allem schnell eine Fläche sichern wollen.

Das erinnert an den Run auf Ackerflächen vor drei bis vier Jahren, als Versicherungsvertreter und Immobilienmakler Verträge einsammelten. Für Sie als Eigentümer heißt das vor allem: Fragen Sie nach, wer vor Ihnen sitzt und was danach mit Ihrem Vertrag passiert.

Was das für Sie als Eigentümer heißt

Am meisten zählt die Nähe zum Netz. Prüfen Sie in fünf Minuten selbst, ob ein Umspannwerk in der Nähe Ihrer Fläche liegt. Oder Sie melden die Fläche gleich bei uns, dann übernehmen wir den Blick auf die Karte.

Eine kleine Fläche schließt Sie nicht aus. Ab etwa 0,5 Hektar wird es interessant, und Zuschnitt und Boden spielen kaum eine Rolle.

Die Pacht wird pro Megawatt gerechnet, üblich sind etwa 500–1.000 € je MW Anschlussleistung und Jahr. Auf den Hektar umgerechnet sind das 10.000–50.000 €, deutlich mehr als bei einem Solarpark.

Einen Bebauungsplan braucht es oft nicht mehr. Seit dem 23.12.2025 sind Speicher im Außenbereich unter bestimmten Voraussetzungen privilegiert: neben einer bestehenden Erneuerbaren-Anlage oder bis 200 Meter von einem Umspannwerk oder einem Kraftwerk ab 50 MW entfernt, ausdrücklich auch von einem aufgegebenen. Die Baugenehmigung bleibt nötig. Das Verfahren übernehmen wir gemeinsam mit unserem Partner-Planungsbüro. Ihre Pacht beginnt üblicherweise mit der Inbetriebnahme und läuft über 15–30 Jahre. Welche Klauseln in den Nutzungsvertrag gehören, haben wir separat aufgeschrieben.

Und das Zeitfenster ist jetzt offen. Die Anschlusskapazitäten werden gerade verteilt. Wer seine netznahe Fläche heute meldet, ist dabei, bevor der Netzknoten vergeben ist.

Melden Sie Ihre Fläche unverbindlich, mit Anschrift oder Flurstück. Wir prüfen Netznähe und anschließbare Leistung und melden uns in der Regel innerhalb von 48 Stunden (werktags) mit einer ehrlichen Einschätzung.


Quellen:

  • Bundesnetzagentur, Netzengpassmanagement — Jahreszahlen 2025 zu Redispatch-Volumen, EE-Anteil und Solarstrom-Abregelung
  • 50Hertz zu Netzanschlusszusagen für Großbatteriespeicher, wiedergegeben bei Photon, 10.11.2025
  • 50Hertz, Policy Brief Großbatteriespeicher (PDF)
  • Projektangaben zu Förderstedt, Klostermansfeld, Schwerin und Schwarze Pumpe sowie Landesangaben zu MV nach öffentlichen Meldungen der Entwickler und Medienberichten (Stand 30.07.2026)

Pachtangaben sind marktübliche Orientierungswerte aus unserer Projektpraxis, keine garantierten Konditionen.

Hinweis: Dieser Beitrag informiert allgemein (Stand 17. Juli 2026) und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Ob und wie die beschriebenen Regelungen und Zahlen auf Ihre Fläche zutreffen, ist eine Einzelfallfrage — lassen Sie Verträge vor der Unterschrift von Rechtsanwalt, Steuerberater oder Notar prüfen.

FAQ

Häufige Fragen zum Thema

Warum werden gerade in Ostdeutschland so viele Batteriespeicher gebaut?

Weil Erzeugung und Netz hier am weitesten auseinanderliegen. Die 50Hertz-Zone erzeugt rekordverdächtig viel Wind- und Solarstrom, aber die Leitungen nach West- und Süddeutschland sind in Spitzenzeiten voll. 2025 hat die hohe PV-Einspeisung erstmals in größerem Umfang Ost-West-Lastflüsse im Übertragungsnetz ausgelöst. Genau da helfen Speicher: Sie nehmen die Spitzen vor Ort auf und geben den Strom abends wieder ab.

Wie groß ist der Speicher-Boom in der 50Hertz-Zone konkret?

Ziemlich greifbar. 50Hertz hat nach eigenen Angaben, Stand November 2025, Netzanschlusszusagen für rund 25 Großbatteriespeicher erteilt. Zusammen haben sie etwa 11 Gigawatt Leistung und sollen bis Ende 2029 ans Übertragungsnetz gehen. Dazu kommen unzählige Projekte im Verteilnetz. Und jedes dieser Projekte braucht ein Grundstück, das nah am Netz liegt.

Welche Flächen werden in Ostdeutschland für Speicher gesucht?

Gesucht sind Flächen ab etwa 0,5 Hektar, die in der Nähe eines Umspannwerks oder einer Hoch- oder Mittelspannungsleitung liegen. Ideal sind weniger als zwei Kilometer. Bodenqualität und Zuschnitt spielen kaum eine Rolle. Besonders gefragt sind Standorte an den großen Netzknoten, zum Beispiel rund um die Kraftwerks- und Industriestandorte der Braunkohlereviere.

Was zahlt ein Batteriespeicher in Ostdeutschland an Pacht?

Betreiber rechnen hier genauso wie im übrigen Bundesgebiet mit der Anschlussleistung. In der Praxis sind das etwa 500 bis 1.000 Euro je Megawatt und Jahr. Auf den Hektar umgerechnet sind 10.000 bis 50.000 Euro im Jahr marktüblich, in Spitzenlagen mehr. Weil im Osten viele leistungsstarke Netzverknüpfungspunkte liegen, findet man hier auch überdurchschnittlich viele solcher Spitzenlagen.

In welchem ostdeutschen Bundesland stehen die Chancen am besten?

Gute Karten gibt es überall in der 50Hertz-Zone. Am Ende zählt der einzelne Standort mehr als das Bundesland. Thüringen hat als Transitland Vorteile, Sachsen und Brandenburg haben die Netzknoten der Reviere, und in Sachsen-Anhalt und MV wird enorm viel Windstrom eingespeist. Wir prüfen jede Fläche kostenlos darauf, wie nah sie am Netz liegt.

Wer betreibt das Netz in den ostdeutschen Ländern?

Das Übertragungsnetz gehört überall zur 50Hertz-Regelzone. Im Verteilnetz sind je nach Region andere Betreiber zuständig: in Sachsen vor allem SachsenNetze und MITNETZ STROM, in Sachsen-Anhalt Avacon und MITNETZ STROM, in Brandenburg E.DIS und MITNETZ STROM, in Mecklenburg-Vorpommern E.DIS und WEMAG. Welche Leistung an Ihrem Standort anschließbar ist, klärt die Netzanfrage. Die übernehmen wir im Projekt.

Was ist Co-Location und warum ist sie in Ostdeutschland so relevant?

Co-Location heißt: Speicher und Solar- oder Windpark teilen sich einen Netzanschluss. Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben besonders viele große Parks und damit besonders viele Anschlusspunkte, an denen ein Speicher andocken kann. Wer eine Fläche neben einem bestehenden Park besitzt, hat oft gute Karten. Seit Ende 2025 ist so ein Speicher neben einer vorhandenen Erneuerbaren-Anlage im Außenbereich sogar baurechtlich privilegiert.

Braucht ein Speicher in Ostdeutschland einen Bebauungsplan?

Oft nicht mehr. Seit dem 23.12.2025 sind Batteriespeicher im Außenbereich unter bestimmten Voraussetzungen privilegiert (§ 35 Abs. 1 Nr. 11 und 12 BauGB), etwa neben einer bestehenden Erneuerbaren-Anlage oder in bis zu 200 Metern Entfernung zu einem Umspannwerk oder einem Kraftwerksstandort ab 50 MW. Dann entfällt der Bebauungsplan, die Baugenehmigung bleibt nötig. Auf Gewerbe- und Industrieflächen mit bestehendem Baurecht geht es ebenfalls schnell.

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