KI-generiert Wärmeplanung: Wir denken Flächen, Strom und Wärme zusammen
Bis Mitte 2028 braucht jede Gemeinde eine kommunale Wärmeplanung — und viele Verwaltungen fragen sich, wie sie das neben dem Tagesgeschäft stemmen sollen. Wir sitzen regelmäßig mit Bürgermeistern an genau diesem Thema und unterstützen dort, wo wir zu Hause sind: bei Flächen, Erzeugung und Strom.
Die Lage in vielen Rathäusern
Die kommunale Wärmeplanung ist Pflicht: Größere Städte mussten bis Mitte 2026 liefern, alle übrigen Gemeinden müssen bis Mitte 2028 einen Wärmeplan vorlegen. Auf dem Papier ist das eine Planungsaufgabe — in der Praxis bedeutet es Datenerhebung, Potenzialanalysen, Bürgerbeteiligung und Entscheidungen mit Jahrzehnte-Wirkung, oft in Verwaltungen mit wenigen Köpfen.
Aus unseren Gesprächen mit Bürgermeistern wissen wir: Das Dokument selbst ist nur die halbe Arbeit. Die eigentliche Frage kommt danach — wo sollen Energie und Geld dafür herkommen? Genau an dieser Stelle setzen wir an.
Drei Bausteine, die wir einbringen
Flächen für Erzeugung & Speicher
Wärme kommt künftig zu großen Teilen aus Strom. Wir sichten kommunale und private Flächen darauf, wo Solarparks, Batteriespeicher oder Dachanlagen entstehen können — als Energiequelle für die Wärmeplanung und als Einnahmequelle für den Haushalt (Pacht und Kommunalabgabe nach § 6 EEG).
Strom für die eigenen Gebäude
Viele Gemeinden wollen ihre Dächer gar nicht verpachten — sie wollen den Strom selbst nutzen, für Verwaltung, Schulen und Kitas. Wir entwickeln Modelle, bei denen genau das der Kern ist: Strom aus eigenen Projekten senkt dauerhaft die Betriebskosten, statt als kleine Pacht im Haushalt zu verpuffen.
Energiekosten der Liegenschaften
Bevor investiert wird, lohnt der Blick auf den Ist-Zustand: Wir analysieren die Strom- und Gasrechnungen Ihrer Gebäude — von der Kläranlage bis zum Schulzentrum — und finden Einsparungen, die je nach Vertrag und Verbrauch schnell wirken. Mehr dazu unter Energiekosten senken.
Aus der Praxis: Strom statt Pacht
Ein Muster, das uns in Bürgermeistergesprächen immer wieder begegnet: Die Gemeinde könnte Dächer oder Flächen verpachten — aber eine Pacht von ein paar tausend Euro im Jahr ändert im Haushalt wenig. Was dagegen jedes Jahr spürbar wirkt, sind die Energiekosten der eigenen Gebäude.
Deshalb entwickeln wir Konzepte, bei denen die Gemeinde nicht nur Verpächterin ist, sondern Nutznießerin des Stroms: Im Zuge eines Solar- oder Speicherprojekts entsteht ein Baustein für die Gemeinde selbst — dessen Strom in Verwaltungsgebäuden, Schulen und Kitas genutzt wird, auch als Grundlage für elektrische Wärme über Wärmepumpen. Die Wärmeplanung liefert dafür den Rahmen, das Projekt liefert die Energie.
Ein zweites Muster aus der Praxis: Gemeinden mit einer Biogasanlage, deren Wärmenetz einen Teil des Ortes versorgt — aber nicht den ganzen. Hier ergänzt ein Solarprojekt mit Gemeinde-Anteil die fehlende Energie: Die Biogasanlage bleibt das Rückgrat, der Solarstrom versorgt über Wärmepumpen die Gebäude jenseits des Netzes. Und wo die Anschaffung der Wärmepumpen am Haushalt zu scheitern droht, entwickeln wir Konzepte mit monatlichen Raten statt Einmal-Investition.
Wichtig ist uns die Ehrlichkeit dabei: Kein Solarprojekt deckt den kompletten Winter-Wärmebedarf, und welches Modell wirtschaftlich trägt, muss am konkreten Fall gerechnet werden. Genau das tun wir — gemeinsam mit unserem Partner-Planungsbüro aus Erfurt und weiteren erfahrenen Partnern, mit denen wir auch sonst Bürgermeister- und Behördengespräche führen.
So läuft der Einstieg
- Erstgespräch: Sie schildern uns, wo Ihre Wärmeplanung steht und was fehlt — Bürgermeister, Kämmerei oder Bauamt, formlos und unverbindlich
- Sichtung: Wir schauen auf Ihre Flächen und Liegenschaften — Erzeugungspotenzial, Speicherstandorte, Energiekosten — und sagen ehrlich, wo wir helfen können und wo nicht
- Konzept-Baustein: Für die passenden Punkte erarbeiten wir mit unserem Partner-Planungsbüro einen konkreten Vorschlag, der sich in Ihre Wärmeplanung einfügt
Alles Weitere zur Zusammenarbeit mit Gemeinden — Flächen einbringen, § 6 EEG — finden Sie auf der Seite Für Gemeinden & Kommunen.
Häufige Fragen zur Wärmeplanung
Bis wann braucht unsere Gemeinde eine Wärmeplanung?
Spätestens Mitte 2028 müssen alle Gemeinden eine kommunale Wärmeplanung vorlegen — größere Städte mussten bereits bis Mitte 2026 liefern. Die Frist klingt weit weg, ist sie aber nicht: Datenerhebung, Potenzialanalyse und Beteiligung brauchen Vorlauf, und die Planungsbüros sind gut ausgelastet. Wer jetzt anfängt, plant — wer wartet, reagiert.
Erstellen Sie die Wärmeplanung für uns?
Nein — und das sagen wir bewusst so deutlich: Den formalen Wärmeplan erstellen spezialisierte Fachplanungsbüros. Unsere Rolle ist eine andere: Wir bringen die Bausteine ein, die aus einem Plan ein umsetzbares Konzept machen — geeignete Flächen für Erzeugung und Speicher, Strom aus eigenen Projekten für kommunale Gebäude und den nüchternen Blick auf die Energiekosten Ihrer Liegenschaften. Wie diese Unterstützung aussieht, hängt vom einzelnen Konzept ab; deshalb beginnt bei uns alles mit einem Gespräch.
Was hat ein Solarpark mit unserer Wärmeplanung zu tun?
Mehr, als viele denken. Wärme wird künftig zu einem großen Teil aus Strom erzeugt — über Wärmepumpen und elektrische Erzeuger. Wer die Wärmeplanung ernst nimmt, muss also auch beantworten, woher der Strom kommen soll. Ein Solar- oder Speicherprojekt auf kommunalen oder privaten Flächen kann genau diese Lücke füllen — und bringt der Gemeinde über die Pacht und die Beteiligung nach § 6 EEG zusätzlich Einnahmen.
Wir wollen unsere Dächer gar nicht verpachten — wir wollen den Strom selbst nutzen. Geht das?
Das hören wir in vielen Rathäusern, und es ist völlig nachvollziehbar: Eine Dachpacht bringt der Gemeinde ein paar tausend Euro im Jahr, die im Haushalt verpuffen. Selbst genutzter Solarstrom senkt dagegen Jahr für Jahr die Betriebskosten von Verwaltung, Schule und Kita. Wir entwickeln beide Wege: die klassische Verpachtung — oder Modelle, bei denen die Gemeinde den Strom aus Dach- oder Freiflächenprojekten selbst nutzt. Was davon für Ihre Gemeinde wirtschaftlich trägt, rechnen wir gemeinsam mit unserem Partner-Planungsbüro am konkreten Fall durch.
Unsere Gemeinde hat schon eine Biogasanlage mit Wärmenetz — brauchen wir trotzdem noch etwas?
Diese Ausgangslage kennen wir aus mehreren Gemeinden, die uns eingeladen haben: Eine Biogasanlage versorgt einen Teil des Ortes zuverlässig mit Wärme — aber ihre Leistung reicht nicht für die ganze Gemeinde. Genau dann lohnt der kombinierte Blick: Ein Freiflächen-Solarprojekt, von dem ein Teil an die Gemeinde geht, kann den Strom für die fehlende Wärme liefern — etwa über Wärmepumpen in den Gebäuden, die das Biogas-Netz nicht erreicht. Die bestehende Anlage bleibt das Rückgrat, das Solarprojekt schließt die Lücke.
Wärmepumpen sind teuer — muss die Gemeinde die Anschaffung stemmen?
Nicht zwingend. Wir entwickeln mit unseren Partnern auch Konzepte, bei denen die Gemeinde Wärmepumpen nicht kaufen muss, sondern über monatliche Raten abbezahlt — die Investition verteilt sich über die Jahre, statt den Haushalt auf einen Schlag zu belasten. Ob und in welcher Form so ein Modell für Ihre Gemeinde wirtschaftlich passt, rechnen wir im Einzelfall durch.
Kann Solarstrom im Winter überhaupt beim Heizen helfen?
Ehrliche Antwort: Eine PV-Anlage produziert im Winter deutlich weniger als im Sommer — den kompletten Wärmebedarf deckt sie nicht. Aber sie kann einen relevanten Teil beitragen, gerade in Kombination mit Wärmepumpen, Speichern und den Verbrauchszeiten kommunaler Gebäude am Tag. Entscheidend ist, dass jemand ehrlich rechnet, statt Autarkie zu versprechen — genau das ist unser Anspruch mit der unabhängigen Wirtschaftlichkeitsrechnung.
Was kostet die Unterstützung?
Das Erstgespräch und die Sichtung Ihrer Flächen und Liegenschaften sind kostenlos und unverbindlich. Für weitergehende Unterstützung stimmen wir Umfang und Konditionen individuell ab — je nachdem, was Ihr Konzept braucht.